Hier finden Sie regelmäßig interessante Beiträge und Informationen rund um das Versicherungsrecht und im speziellen zur Krankentagegeldversicherung.
Kindesunterhalt bei einem Selbstständigen: Schutz von Erspartem und Vorsorge
Den Kindesunterhalt bei einem Selbstständigen zahlte ein Gitarrenlehrer jahrelang zuverlässig, bis die Gegenseite für zwei Kinder plötzlich deutlich höhere monatliche Beträge forderte. Um diese Summen zu decken, sollte der Musiker fortan eine zusätzliche Nebentätigkeit ausüben oder sein gesamtes Erspartes für die private Altersvorsorge verwerten.
Entziehung der elterlichen Sorge: Wann Kinder zurück in die Familie dürfen
Die Entziehung der elterlichen Sorge trennte eine Mutter zwei Jahre lang von ihrem Kind nach einem schweren Verdacht auf sexuellen Missbrauch. Ein aussagepsychologisches Gutachten untersuchte nun, ob das Kind die Taten tatsächlich erfand oder durch eine gezielte Manipulation der Mutter instrumentalisiert wurde.
Feststellung der Vaterschaft eines Verstorbenen: Was nach der Einäscherung gilt
Eine Tochter kämpfte vor dem Oberlandesgericht Celle um die Feststellung der Vaterschaft eines Verstorbenen, dessen Körper nach der Feuerbestattung im Jahr 2023 längst zu Asche geworden war. Mangels direkter DNA-Proben sollte nun eine genetisch-genealogische Analyse durch einen ausländischen Dienstleister klären, ob bloße Spuren an alter Kleidung für die Gewissheit ausreichen.
Voraussetzungen für ein Zwangsgeld: Warum Klausel und Zustellung Pflicht sind
Eine Ehefrau forderte vor dem Berliner Kammergericht Informationen von ihrem Ex-Partner ein und prüfte die Voraussetzungen für ein Zwangsgeld gegen den Mann. Trotz ihres eindeutigen Anspruchs auf Auskunft fehlten für den Antrag die förmliche Erteilung der Vollstreckungsklausel sowie die notwendige Zustellung des Vollstreckungstitels.
Kosten bei einer Vaterschaftsanfechtung: Warum eine Weigerung teuer wird
Ein Familienvater riskierte hohe Kosten bei einer Vaterschaftsanfechtung und lehnte trotz Zustimmung der Mutter einen günstigen privaten Test ab. Warum die Ablehnung eines außergerichtlichen Vaterschaftstests und das Beharren auf einem teuren Gutachten zur paradoxen Kostenfalle wurde, zeigt dieser Fall am Oberlandesgericht Thüringen.
Abänderung Versorgungsausgleich nach Tod: Volle Aufhebung durch besitzgeschützte Rente.
Ein Arzt forderte die Abänderung des Versorgungsausgleichs nach dem Tod seiner Ex-Ehegattin im Jahr 2008, um gekürzte Ansprüche bei der Ärzteversorgung zurückzubekommen. Das Gericht musste klären, ob besitzgeschützte Entgeltpunkte der verstorbenen Ehefrau überhaupt bei der fiktiven Renten-Neubewertung berücksichtigt werden dürfen.
Unterhalt ab 18: Wie wird das Kindergeld jetzt korrekt angerechnet?
Mit dem 18. Geburtstag ändert sich die Unterhaltsberechnung radikal. Das Kindergeld wird voll angerechnet, nicht mehr geteilt. Wir erklären die neuen Regeln für Eltern.
Ehe annullieren wegen arglistiger Täuschung: Wann ist eine Aufhebung möglich?
Ein Versicherungsvertreter wollte seine 2022 geschlossene, nur vier Wochen dauernde Ehe annullieren wegen arglistiger Täuschung durch seine Frau. Das Oberlandesgericht musste klären, ob ein Ehepartner juristisch verpflichtet ist, seine wahren inneren Gefühle vor dem Altar offenzulegen.
Getrenntleben in der Ehewohnung bei Scheidung: Wann reicht räumliche Trennung?
Trotz getrennter Schlafzimmer in ihrem 380 Quadratmeter großen Haus wurde das geforderte Getrenntleben in der Ehewohnung bei Scheidung rechtlich nicht anerkannt. Das Höchstmaß an räumlicher Trennung scheiterte kurioserweise an der fortlaufenden Nutzung eines Badezimmers und desselben Kleiderschranks.
Beschwerdebefugnis des Vaters ohne Sorgerecht: unzulässig bei Kinderschutz-Ablehnung
Ein Vater ohne Sorgerecht forderte dringende Kinderschutzmaßnahmen und legte Beschwerde gegen die Ablehnung des Familiengerichts ein. Das OLG stand vor der Frage, ob die Beschwerdebefugnis des Vaters ohne Sorgerecht überhaupt vorlag, wenn der Staat nicht eingreifen wollte.
